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Sabine Hueber von Designeon ist Patin im Open Course Workspace Learning und Knowledge Management (#ocwl11)
Die zweite Session ist dem Thema "Kollaborationsskripte" gewidmet: Drehbücher für eine funktionierende und effiziente Zusammenarbeit.
Insbesondere die Zusammenarbeit von Menschen, die sich persönlich nicht kennen und die ausschließlich über Online Medien kommunizieren, stellt ganz neue Herausforderungen an Mensch und Technik. Im Open Course Workspace Learning und Knowledge Management (#ocwl11) wird diesen Herausforderungen mit einem innovativen Konzept begegnet.
Auf spannende Art und Weise kann im ocwl11 erfahren werden, welche Eigenschaften sich beispielsweise hinter dem Begriff "Medienkompetenz" verbergen oder wie ein "Kollaborationsskript" entwickelt wird. Nicht nur das Vorhandensein von Inhalten kann lehrreich sein. Manchmal wird erst deutlich, wie wichtig eine vermeintliche Selbstverständlichkeit ist, wenn sie nicht vorhanden ist.
Das offene Format des Kurses ermöglicht allerhand derartige Erfahrungen und lässt die Teilnehmer über ihre eigenen Grenzen hinauswachsen. Interaktion ist das Zauberwort, das immer wieder neue Lernanlässe schafft. Von einfachen Fragen bis hin zu ausgewachsenen Diskursen finden sich immer wieder neue Impulse für die Weiterentwicklung einzelner und des gesamten Teams.
Der Kurs wird von der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit e-teaching.org ausgerichtet. Das öffentlich geförderte, nicht-kommerzielle Informationsportal e-teaching.org bietet Hochschullehrenden praxisnahe Informationen und Materialien zu Lehrszenarien, Medientechnik, Didaktischem Design und Organisationsentwicklung.
Verantwortlich für den innovativen Kurs mit hohem Zukunftspotenzial zeichnet sich Johannes Moskaliuk, Dozent am Fachbereich Psychologie an der Universität Tübingen. Das Kursformat lehnt sich an einen so genannten MOOC (Massive Open Online Course) an.
Ein MOOC ist eine reine Online-Veranstaltung mit sehr wenigen Regeln, in der die Selbstorganisation zu einem wesentlichen Teil zum Gelingen des Kurses beiträgt. Die zur Verfügung gestellten Kursmaterialien werden im Laufe des Kurses von den Teilnehmern noch erweitert, sodass immens viele Informationen zur Verfügung stehen, die dann durch Selektion und Strukturierung in eine entsprechende Ordnung gebracht werden müssen. Das auf diese Weise erarbeitete elaborative Wissen bleibt nachhaltig im Gedächtnis.
Neu ist, dass dieses Lernformat nun mithilfe eines recht offen gehaltenen Kollaborationsskripts in den universitären Bereich getragen, und dort sogar mit einer Präsenzveranstaltung verknüpft wird. Es findet ein direkter Kontakt zwischen den Lernenden im Internet und den Studenten/innen aus den Präsenzseminar statt.
Ziel des Kurses ist es, universitäres Grundlagenwissen mit einer praxisnahen Sicht zu verknüpfen und so für die Teilnehmenden auf beiden Seiten (Uni und Praxis) eine Bereicherung darzustellen. Die Struktur des Kurses ist auf der Webseite des Open Course Workspace Learning genau beschrieben. Der Kursblog aggregiert die Blogbeiträge der Teilnehmenden und die vielfältigen Kommentare.
Im 2-Wochen Takt präsentieren Experten/innen Ihre Sicht auf das Thema. Die nächste Online-Phase im virtuellen Klassenzimmer findet am 14.11.2011 um 14:15 mit dem Thema "Alle über einen Kamm? Adaptive Lernsysteme am Arbeitsplatz" statt. Die Vortragende in Session 2, Dr. Barbara Kump, ist Diplompsychologin und als Senior Researcher und Teamleiterin bei der Know-Center GmbH (Graz) für das Thema "Knowledge Evolution" verantwortlich.
Weitere Informationen zum Kursverlauf finden sich im Blog von Sabine Hueber.
